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Gräber als Mahnmale für den Frieden erhalten

Im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. waren im letzten Herbst 15 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Oberschule am Sonnensee in Bissendorf unterwegs.


Die Jugendlichen gingen mit einer offiziellen Sammelbüchse von Haustür zu Haustür und baten um eine Spende. Dabei kam die stolze Summe von 1.075,44 € zusammen. Ziel dieser Aktion war es, Geld für die Anlage und den Erhalt von Kriegsgräbern zu sammeln.

Als Dank für ihren Einsatz lud Bürgermeister Guido Halfter die Jugendlichen nun in den Bürgersaal ein. „Ich denke, es ist schwierig für euch, Krieg zu begreifen. Und sich zu vergegenwärtigen, in welch einer guten Situation wir hier in Deutschland leben“, so der Bürgermeister. Er forderte die Jugendlichen auf, wachsam zu sein und sich jeden Tag für den Frieden einzusetzen.

Frau Kremer-Taudien, Geschäftsführerin des Verbandes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die an diesem Vormittag aus Oldenburg nach Bissendorf gekommen war, freute sich über den Erfolg der Sammelaktion. Sie sagte: „Die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird zu 70 % aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Daher ist es besonders wichtig, dass regelmäßig Sammlungen durchgeführt werden.“ Auch wenn der zweite Weltkrieg bereits 70 Jahre zurückliege, gelten rd. 1 Million Menschen noch heute als vermisst. Für die Hinterbliebenen der Kriegstoten sei es wichtig, zu wissen, wo ihre Vorfahren bestattet sind. „Sie möchten Gewissheit über die Verstorbenen und einen würdigen Ort zum Trauern“, so Kremer-Taudien.

Der Geschäftsführer des Kreisverbandes Osnabrück-Land des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Mitarbeiter des Landkreises Osnabrück, Rolf Gardemann, vertrat an diesem Morgen Landrat Dr. Lübbersmann. Er meinte: „Gräber dienen als Mahnmale für den Frieden. Daher sollten sie besonders gewürdigt werden.“ An anderen Schulen im Landkreis gebe es gute Erfahrungen mit der Sammlung. Wichtig sei allerdings die jahrgangsmäßige Organisation an den Schulen.

Die stellvertretende Schulleiterin der Oberschule am Sonnensee, Anke Schröder, hatte die Sammlung vermittelt. Sie sprach Jugendliche der 10. Klassen in einer Pause auf dem Schulhof an und motivierte sie, sich für die Kriegsgräber-fürsorge einzusetzen. „Der Einsatz ist freiwillig. Die Jugendlichen werden im Vorfeld auf mögliche Reaktionen an den Haustüren vorbereitet. Zudem müssen sie Verantwortung für das eingesammelte Geld übernehmen“, so Schröder. „So stärken die Jugendlichen ihre Sozialkompetenz und lernen mit Frustration umzugehen.“

Schüler Cedric Westermann erzählte: „Viele Menschen wussten nicht worum es bei der Sammlung geht. Einige haben gar nicht erst aufgemacht. Und wieder andere wollten nichts geben.“ Seine Mitstreiterin Finja Januschek bestätigte die Aussagen und ergänzte: „Manche Menschen waren auch sehr nett zu uns. Wir sind immer zu zweit oder zu dritt in Wohngebiete gegangen, in denen wir uns gut auskennen.“ Analena Zaun nickte bejahend. „Wir sind 3- bis 4-mal in der Freizeit nachmittags oder am Wochenende sammeln gegangen. Das war zu schaffen.“

Für dieses Engagement überreichte Bürgermeister Halfter den Schülerinnen und Schülern eine Urkunde. „Die Urkunden kommen zum Zeugnis dazu“, so die stellvertretende Schulleiterin. „Das kann bei einer zukünftigen Bewerbung hilfreich sein.“

Kriegsgräbersammlung


Mit Urkunden und Sammelbüchsen präsentieren sich die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Sonnensee gemeinsam mit Bürgermeister Guido Halfter und den Gästen aus Oldenburg und Osnabrück vor dem Rathaus.
 

erstellt am 07.02.2017